Medienmitteilung VSPB Krawalle in Bern
Der Verband Schweizerischer Polizei-Beamter (VSPB) verurteilt die massiven Ausschreitungen an der unbewilligten Demonstration in Bern mit aller Deutlichkeit. Die brutalen Angriffe auf Polizistinnen und Polizisten sind ein inakzeptabler Angriff auf den Rechtsstaat und auf die Menschen, die tagtäglich für Sicherheit sorgen.
Während der unbewilligten Kundgebung kam es zu massiver Gewalt gegen die Einsatzkräfte. Polizistinnen und Polizisten wurden mit Flaschen, Feuerwerkskörpern und anderen Gegenständen attackiert. 18 Angehörige der Polizei wurden verletzt, einige davon schwer. Insgesamt wurden über 500 Demonstrierende vorübergehend festgehalten – viele von ihnen jedoch bereits wieder freigelassen.
Der VSPB zeigt sich besorgt über diese Entwicklung und fordert ein konsequentes Vorgehen der Justiz:
«Wer Polizistinnen und Polizisten angreift, greift die öffentliche Ordnung und damit die ganze Gesellschaft an. Solche Taten dürfen nicht folgenlos bleiben», sagt der VSPB.
Der Verband fordert deshalb harte Strafen für gewaltbereite Demonstrierende. Ein kurzzeitiges Festhalten und anschliessendes Freilassen ohne Konsequenzen ist leider aus Sicht des VSPB das falsche Signal. Wer Gewalt ausübt, Sachschaden anrichtet oder Menschen gefährdet, muss spürbar und konsequent zur Verantwortung gezogen werden.
Der VSPB dankt allen Einsatzkräften der Kantonspolizei Bern, den Feuerwehren, den Ambulanzdiensten sowie den unterstützenden Polizeikorps aus anderen Kantonen für ihren professionellen und besonnenen Einsatz unter äusserst schwierigen Umständen. Ihr Engagement hat verhindert, dass die Situation weiter eskalierte.
Der Verband wünscht den verletzt gemeldeten 18 Polizistinnen und Polizisten eine rasche und vollständige Genesung und spricht ihnen sowie allen eingesetzten Kräften seine volle Solidarität und Anerkennung aus.
Der VSPB steht klar hinter der Polizei und fordert, dass der Rechtsstaat nicht vor Gewalttätern zurückweicht. Gewalt gegen Einsatzkräfte ist kein Ausdruck von Meinung – sie ist ein Angriff auf die Grundwerte unserer Demokratie.